Skip to content

The MFA: Petshop Boys 1.5

5. Juni 2010

The MFA (The Mother-Fucking Allstars) melden sich nach langer Zeit mal wieder mit einer neuen Single auf Border Community zurück. Nun gut, meldeten – die Single ist nun auch schon wieder bald acht Monate alt. Satte vier Jahre hingegen lag der letzte Release von Douglas Alastair und Rhys Evans bis dato zurück. Was sie fabriziert haben, ist eine überdeutliche Homage an die Pet Shop Boys. Das liegt nicht nur an der Stimme und Stimmung, auch das ganze Arrangement ist schwer poppig und hat in der Originalversion auch eine radiokompatible Länge. Recht kurze 04:25 Minute geht der Track, der definitiv nicht das ist, was ich von The MFA erwartet hätte.

Ein zweites „The Different It Makes“ ist es leider nicht geworden. Dafür ist der Track selbst für The MFA zu seicht und vor allem zu nah an der geistigen Vorlage. Eigenständigkeit, wo bist Du? Wenn auch die Single an sich nach einigen Durchgängen und dem verabschieden von der initialen Erwartungshaltung völlig ok geht – ganz klar verspielter Electropop der besseren Sorte.

Remixe

Von Jonathan Kreinik gibt’s einen floortauglicheren Remix. Der gibt härtere Beats und Distortion auf den neu hinzugefügten Synths dazu, die den Track deutlich rockiger machen. Sollen. Denn das ganze hat eher Selbstzweckcharakter und so klappt das mit dem überzeugen dann auch nicht so wirklich. Funktionell ok, aber frei jeder Inspiration. Next, please!

Luke Abott. Der bekommt das mit seiner Interpretation doch deutlich besser hin: Der legere Flow des Originals wird erhalten und, trotz gesteigertem Minimalismus wirkt es luftiger und zugleich sunbstanzvoller als das Original. Remix ist dazu von allen am nähesten am typischen Sound der Border Community dran. Kein Meisterwerk, aber sehr gefällig.

Der vierte und letzte Remix, „Bear Dub“, ist ein knapp dreiminütiges Dubstep/Downtempo-Experiment. Stark reduziert und etwas verfrickelt, aber trotz seiner Kürze sehr schnell sehr langweilig – maximal als Tool tauglich, das war’s dann aber auch.

In der Summe gerade noch das, was man einen gelungener Release nennen kann. So man über die Nähe zu den Pet Shop Boys hinwegsehen kann. Oder eben die vielleicht sogar schön findet. Und wenn nicht, kann man mit immerhin mit dem Remix von Luke Abott glücklich werden. Das nächste mal bitte trotzdem wieder etwas progressiver und mit mehr Mut.

The MFA – We Will Destroy You (Luke Abott Remix)

Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: